Gewaltschutz: Kontaktverbot und seine Folgen 1

Gewaltschutz: Kontaktverbot und seine Folgen

Wurde gegen den Ex-Partner/Ex-Freund bzw. Ex-Freundin im Rahmen eines Gewaltschutzverfahrens ein Kontaktverbot erlassen, so stellt sich oft die Frage, was dieses beinhaltet und vor allem stellt sich die praktische Frage, wie ab diesem Zeitpunkt die Scheidungsfolgen bzw. Folgen an der Trennung weiter abgewickelt werden können (z.B. Unterhalt, Teilung Hausrat etc.).

So ist eine direkte Kontaktaufnahme – auch mi Hilfe von Telekommunikationsmitteln (Telefon, Handy) untersagt.

Daher empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

1. Man beantragt über einen Rechtsanwalt die Durchführung der mündlichen Verhandlung (das ist das Rechtsmittel gegen einen Beschluss im Gewaltschutzverfahren) und klärt in diesem Zusammenhang, wie eine weitere Kommunikation über die Abwicklung der Trennung/Scheidung erfolgen kann, ohne diesen Beschluss zu verletzen und eine Strafe zu erhalten oder

2. man regelt über einen Anwalt die Scheidungsfolgen bzw. Trennungsfolgen und lässt diesen mit der Gegenseite in Kontakt treten.

Wir raten dringend davon ab, selber oder durch ein Freund oder Angehörigen in Kontakt mit der/dem Antragsteller(in) des Gewaltschutzverfahrens zu treten.
Bei einer Kontaktaufnahme durch einen Freund oder Angehörigen könnte eine Umgehung gesehen werden, die ebenfalls einen Verstoss darstellen könnte